Therapieformen bei Diabetes

Bei einer Diabeteserkrankung ist der Blutzuckerspiegel der Betroffenen dauerhaft gestört. Mit der Zeit schädigt dieser Zustand die Gefäße und verschiedenste Organe. Wird Diabetes allerdings frühzeitig erkannt und behandelt, können schwere und langfristige Schäden vermieden werden. Was können Sie also tun nach der Diagnose Diabetes?

Welche Therapieform für Sie persönlich besonders geeignet ist, hängt zu allererste von der Art des Krankheitsbildes ab. Patienten mit Typ-1-Diabetes benötigen aufgrund des generellen Mangels an Insulin in ihrem Körper in jedem Fall eine Insulintherapie. Betroffene mit der Diagnose Typ-2-Diabetes können oft auch über lange Zeit ohne Medikamente und Insulin – allein über eine Ernährungs- und Bewegungstherapie – behandelt werden.

Um die optimale Behandlungsform für jede Person zu finden, müssen die Patienten oft etwas Geduld mitbringen. Individuelle körperliche Verfassung, Alter, persönliche Lebensumstände und die mittlerweile vielfältigen Behandlungsmöglichkeiten machen die Suche nach der optimalen Behandlung nicht ganz einfach.

Grundlegende Therapieformen

Basistherapie (Ernährung und Bewegung)

Ganz am Anfang jeder Diabetes-Diagnose sollten Patienten an einer Diabetes-Schulung teilnehmen, die ihnen alles Wichtige über Ihre Krankheit vermittelt. Dazu gehören auch eine vielseitige und ausgewogene Ernährung und Sport. Betroffene sollten lernen massive Blutzuckerspitzen nach dem Essen sowie plötzliche Unterzuckerungen zu vermeiden. Sportliche Aktivität, also Muskelarbeit, steigert außerdem die Insulinempfindlichkeit der Körperzellen. Dadurch wird die Aufnahme von Zucker aus dem Blut in die Zellen verbessert.

Therapie mit oralen Antidiabetika

Diese Therapie kann nur bei Typ-2-Diabetikern angewendet, da sie bei Typ-1-Diabetes keinen ausreichenden Erfolg erzielt.
Von den Diabetes-Medikamenten in Tablettenform gibt es verschiedene Substanzklassen. Zunächst wird meistens versucht, die Blutzuckerwerte mit nur einem Antidiabetikum unter Kontrolle zu bekommen (sog. Monotherapie). Erzielt das jedoch nicht die gewünschten Ergebnisse, werden noch weitere Diabetes-Tabletten verschrieben oder aber zusätzlich mit Insulin gearbeitet (Kombinationstherapie).

Insulintherapie

Typ-1-Diabetiker müssen den absoluten Insulinmangel mit Insulinspritzen ausgleichen. Das heißt: Jeder Typ-1-Diabetiker muss sich regelmäßig Insulinspritzen verabreichen. Nur selten benötigen Typ-2-Diabetiker solche Spritzen.
Auch bei der Insulintherapie gibt es verschiedene Arten wie die konventionelle Insulintherapie oder die intensivierte Insulintherapie (ICT).
Wir beraten Sie dazu gerne auf Anfrage in unserer Praxis.

 

Da der Diabetes zu den häufigsten chronischen Krankheiten der westlichen Industriestaaten zählt, gibt es auch ein Diabetes-Disease-Management-Program (DMP). Auch dazu beraten wir Sie gerne in unserer Praxis im Regensburger Westen!